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	<title>Text Archive - Lesotre</title>
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	<title>Text Archive - Lesotre</title>
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	<item>
		<title>Kiezblocks</title>
		<link>https://lesotre.de/portfolio-item/kiezblocks/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Yvonne Hagenbach]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Feb 2023 19:16:39 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Wie begeistert man Menschen vom Kampf gegen Durchfahrts&#173;verkehr ohne „spießig“ zu sein?</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://lesotre.de/portfolio-item/kiezblocks/">Kiezblocks</a> erschien zuerst auf <a href="https://lesotre.de">Lesotre</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h5>Ausgangssituation</h5>
<p>Ein Ehrenamtlicher kam 2018 auf der Verein Changing Cities zu – und zwar mit einer ersten Idee, wie man das Konzept der Barcelona-Superblocks auf die Berliner Infrastruktur übertragen kann. Nachdem das Berliner Mobilitätsgesetz frisch inkraftgetreten war, war auch klar, dass es mehr als ein Gesetz braucht – warum also nicht Berlin-Superblocks? Und weil Berliner*innen ihre Kieze lieben – warum nicht Kiezblocks? Mit dem Tool „Einwohner*innenantrag“ hatten der Verein und seine fahrradfreundlichen Netzwerke bereits positive Erfahrungen mit der Berliner Verwaltung gesammelt – warum nicht damit die Zivilgesellschaft empowern und Kiezblocks zu einem Selbstläufer machen? Das Wissen darüber, wie die Kieze menschenfreundlicher gestaltet werden können, gibt es nämlich bereits – warum nicht den Menschen vor Ort die richtigen Tools in die Hand geben und die vielen einzelnen Stimmen zu einer sehr lauten bündeln?</p>
<h5>Projekt</h5>
<p>Changing Cities initiierte eine Kampagne, die die Anwohner*innen der Berliner Kieze anspricht, die auch oder vor allem vom Durchfahrtsverkehr in ihrer Lebensqualität beeinträchtigt sind. Mit gezielten Aufrufen und Empowerment über die Fahrradfreundlichen Netzwerke wurden erste mögliche Kiezblocks-Initiativen lokalisiert, bereits vorhandenes Engagement aufgegriffen und die ersten beispielhaften Kiezblocks-Initiativen gegründet. Über Aufrufe innerhalb und außerhalb der lokalen Netzwerke erreicht die Kampagne schnell eine berlinweite Verbreitung lokaler Kiezblocks-Initiativen und launchte am 25. August 2020 offiziell die Kampagne mit der Forderung „180 Kiezblocks für Berlin“. Changing Cities fungiert als Hub, die Initiativen zu vernetzen, Wissenstransfer herzustellen und die Öffentlichkeitsarbeit für die Kampagne und für die lokalen Initiativen voranzubringen.</p>
<h5>Lösung</h5>
<p class="elementor-heading-title elementor-size-default">Die Quadratur des Kiezes. Die wichtigste Frage für dauerhaftes lokales Engagement ist die Frage nach der Wirkmacht. Viele tolle Initiativen erreichen kaum Reichweite, weil sie zwar die richtigen Kanäle bespielen, aber sie kaum jemand kennt. Die erste Aufgabe nach der Gründung ist das Sichern der Domain und die Gestaltung eine Webpräsenz – so denken viele. Das ist auch schön, aber wenn das Projekt nur sehr wenige interessiert, wird die Website am Tag ihrer Veröffentlichung die höchsten Nutzer*innenzahlen verzeichnen, danach nur kleine Peaks wenn durch irgendeinen externen Anstoß erinnert wird. Dieser Erkenntnis folgend sind Bots, die über relevante Suchergebnisse „entscheiden“, keine Fans kleiner (und oft zunehmend inaktiver) Seiten. Also heißt es auch digital: Kräfte bündeln. Unser Angebot an neue Initiativen: Eine Kiezblocks-Website, die einen relevanten Überblick über die Aktivitäten der Kampagne abbildet, die Initiativen aber über Porträts eigenständig abbildet und innerhalb des berlinweiten Netzwerks lokalisiert. Die Landingpages der einzelnen Initiativen haben neben den Kontaktmöglichkeiten, des Status, Downloads und Bildern, die Möglichkeit News zu veröffentlichen – selbst nach Einarbeitung oder über Changing Cities. Diese News erscheinen dadurch automatisch auf der Startseite der Website, der Landingpage der Initiative und werden im Newsletter von Changing Cities verlinkt und über Social Media geteilt. Kleiner Input, große Reichweite – und viel wichtiger: immer wieder Motivation für andere Initiativen.</p>
<p>Das Logo ist mehr ein grafischer Rahmen, der unaufdringlich Gemeinschaft schafft. Auf der Website werden die einzelnen Logos mit Bildern aus dem Kiez hinterlegt und bilden die Kacheln für die Kiezblocks-Übersicht. Da von Anfang an von sehr unterschiedlichen Bildqualitäten auszugehen war, sind die Vorschaubilder zuerst einmal türkis eingefärbt. Dies „schluckt“ etliche Fehler und Qualitätsunterschiede. Sind die Initiativen in der Verwaltung beschlossen, wird das Vorschaubild farbig – der Kiez blüht auf.</p>
<p>Kern der Kampagne ist aber vor allem die Verbreitung über Social Media und Presse. Wo die Ressourcen für die Websitepflege wegfallen, empfehlen wir aktive Community-Arbeit – unbedingt analog first, aber dann über „liebevoll“ gepflegte Social-Media-Accounts; gerade bei Kiezblocks ist Instagram natürlich ein Favorit und kann gleichzeitig andere Nachbarschaften mit Ideen-Input leicht erreichen. Wichtige Ziele werden idealerweise gebündelt und mit den Presseaktivitäten des Vereins koordiniert. Es gilt immer wieder abzugleichen, wo Informationsdefizite bestehen, wo Support benötigt wird, wie die Kampagne breiter – vielleicht bundesweit? – getragen werden kann. Und wie die Kampagne sagt: Es fängt mit dir an!</p>
<p>Apropos: Seit 2022 gibt es eine Toolbox, die aus Flyern, Postkarten, Kugelschreibern, Post-its, T-Shirts und ausleihbaren Beachflags besteht. Neben analogem Aktionsmaterial gibt es selbstverständlich auf der Website Anleitungen und Diskussionsvorschläge, um andere von dem Konzept zu überzeugen. Und überzeugt werden, muss fast keine*r mehr: Kiezblocks sind mittlerweile politische Instrumente und gewinnen bundesweit Fame. Oops, we did it again!</p>
<div style="width: 854px;" class="wp-video"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('video');</script><![endif]-->
<video class="wp-video-shortcode" id="video-5183-1" width="854" height="480" preload="metadata" controls="controls"><source type="video/mp4" src="https://lesotre.de/wp-content/uploads/2022/09/210906_Kiezblocks_Business_960.mp4?_=1" /><a href="https://lesotre.de/wp-content/uploads/2022/09/210906_Kiezblocks_Business_960.mp4">https://lesotre.de/wp-content/uploads/2022/09/210906_Kiezblocks_Business_960.mp4</a></video></div>
<p><em>Kampagnen-Spot „Lieferverkehr“ ➞ <a href="https://www.youtube.com/watch?v=iY0iDOsfT0w" target="_blank" rel="noopener">YouTube</a></em></p>
<h5>Leistung</h5>
<p>Kampagnen-Idee und -Konzept<br />
Logo-Entwurf (Serie)<br />
Corporate Design<br />
Naming, Text, Redaktion<br />
Visuelles Konzept: Bildsprache, Treatments (Videos)<br />
Website: Konzept, Usability, Design und Umsetzung (WordPress)<br />
Social-Media-Campaigning, Community-Aufbau</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://kiezblocks.de" target="_blank" rel="noopener">kiezblocks.de</a><br />
Im Zusammenarbeit mit: <a href="https://changing-cities.org/" target="_blank" rel="noopener">Changing Cities</a><br />
Mitarbeit: 2018–2022<br />
Video-Produktion „Heute Stadt Morgen“: <a href="https://waald.com" target="_blank" rel="noopener">RAAW/WAALD</a><br />
Fotos „Kiezgipfel“: <a href="https://www.anatorresphotography.com" target="_blank" rel="noopener">Ana Torres</a><br />
<a href="https://www.youtube.com/playlist?list=PLutIzRsJ-NNpTbm4PZGqWFNBb_PF5baqK" target="_blank" rel="noopener">#Kiezblocks-Playlist (YouTube)</a><br />
<a href="https://changing-cities.org/kampagnen/kiezblocks/" target="_blank" rel="noopener">#Kiezblocks auf changing-cities.org</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://lesotre.de/portfolio-item/kiezblocks/">Kiezblocks</a> erschien zuerst auf <a href="https://lesotre.de">Lesotre</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Verkehrsschulen Lichtenberg</title>
		<link>https://lesotre.de/portfolio-item/verkehrsschulen-lichtenberg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Yvonne Hagenbach]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Feb 2023 22:42:30 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://lesotre.de/?post_type=portfolio-item&#038;p=5378</guid>

					<description><![CDATA[<p>Kann eine Jugendverkehrsschule erwachsen werden?</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://lesotre.de/portfolio-item/verkehrsschulen-lichtenberg/">Verkehrsschulen Lichtenberg</a> erschien zuerst auf <a href="https://lesotre.de">Lesotre</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h5><b>Ausgangssituation</b></h5>
<p>Die beiden Jugendverkehrsschulen in Berlin-Lichtenberg haben kostenlos ausleihbare Lasten- und E-Räder angeschafft, um dem veränderten Mobilitätsbedarf zu entsprechen. Mit dem Namen jedoch verbindet man eher die schulische Verkehrserziehung, die dort natürlich auch stattfindet. Auch Angebote wie den Kindergeburtstag dort zu feiern oder sein Fahrrad selbst reparieren zu lernen, waren nur wenigen bekannt. Aus den Jugendverkehrsschulen wurden deshalb die Verkehrsschulen Lichtenberg und davon sollten die Lichtenberger*innen auch erfahren.</p>
<h5><b>Projekt</b></h5>
<p>Zuerst wurde ein Konzept für den visuellen Wandel erstellt. Dieses diente als Basis für ein Leit- und Informationssystem auf den Geländen selbst sowie für die visuelle Gestaltung der Kommunikationsmedien. Darüber hinaus entwickelten wir eine kommunikative Ansprache, die die weniger bekannten Angebote abbildet und als Aushang oder Plakat in der jeweiligen Umgebung verteilt werden kann. Mögliche Anzeigen an Haltestellen wurden empfohlen. Da die Verkehrserziehung vor allem bereits von den Schüler*innen der umliegenden Schulen genutzt wird, sollten auch deren Bedürfnisse berücksichtigt werden.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<h5><b>Lösung</b></h5>
<p>Wenn es sich um Straßenverkehr handelt, schaut man sich zuerst die Straße an. Was die verschiedenen Verkehrsteilnehmenden dort leiten soll, sind grafische Flächen und Linien. Wo man den Bewegungen der Menschen folgen kann, werden aus Ecken geschwungene sich ungeplant überlagernde Linien. Die Anfangsbuchstaben V und S, die selbst aus Schrägen und Bögen bestehen, setzen sich für das neue Logo aus all diesen Elementen zusammen. Die Farben sind an die des Bezirkslogos angelehnt und ähnlich der Farben für Straßenmarkierungen gesättigter.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Um die Gelände nach außen sichtbarer zu machen, wurde das farbig auffällige Design auf große Schilder übertragen. Neben der Karte mit dem jeweiligen der beiden Standorte wird über Angebot, Öffnungszeiten, Kontakt- und Ausleihmöglichkeit informiert. Für Ausdrucke zu Events oder andere Neuigkeiten ist ein DIN A4–DIN A3 großer freier Platz vorbehalten.</p>
<p>Im gleichen Stil wurden Infotafeln entworfen, auf denen 6 Themen wie Klimaschutz oder Radfahr-Mythen erklärt und infografisch unterstützt werden. So wird Wissen rund ums Radfahren (nicht nur) für Kinder interessanter und einprägsamer dargestellt. Bei der Infotafel „Es gibt viele Arten von Rädern. Welches passt zu mir?“ führt beispielsweise ein Leitfaden über Fragen nach den eigenen Bedürfnissen zu geeigneten Fahrradtypen. Am Rand der Tafel kann man neben der eigenen Größe die entsprechend empfohlene Radgröße (in Zoll) ablesen. Am Ende jeder Tafel befindet sich eine Frage, mit der das gerade Gelesene angewendet werden kann. Die Antworten befinden sich immer auf einer anderen Tafel, was dem Bewegungsdrang von Kindern folgt. Außerdem wurden die Besucher*innen-Bereiche ausgeschildert, um sich vor Ort selbstständiger orientieren zu können.</p>
<p>Die Plakate starten immer mit „die Verkehrsschulen Lichtenberg“, gefolgt von: helfen, zeigen, bieten, machen, verleihen und geben. Die Umbenennung wird erklärt, jeweils ein Angebot vorgestellt. Dabei wird die Ausleihe von Elektrorädern exemplarisch mit älteren Menschen auf dem Motiv präsentiert oder die Lastenräder mit Vater und Kindern – es gibt dort mehr als den Fahrradführerschein für die Schüler*innen. Diese erhalten nun eine Sammelkarte für die einzelnen Teile der Ausbildung – die 8 Felder werden mit einem Fahrrad freigestempelt. Nach vollständiger Teilnahme erhalten die Teilnehmenden eine Urkunde, um ihre Leistung zu repräsentieren, so wie sie es möglicherweise auch von Erwachsenen kennen. Für Einschulungen werden kostenlose Leseschablonen bereitgestellt.</p>
<h5><b>Leistung</b></h5>
<p>Inhaltliches und visuelles Konzept<br />
Text und Zielgruppenansprache<br />
Illustration und Layout</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Kunde: Bezirksamt Berlin-Lichtenberg<br />
In Zusammenarbeit mit: <a href="https://www.team-red.net/">team red Deutschland</a>, Axel Kowalewsky<br />
Projektlaufzeit: 2017–2018</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://lesotre.de/portfolio-item/verkehrsschulen-lichtenberg/">Verkehrsschulen Lichtenberg</a> erschien zuerst auf <a href="https://lesotre.de">Lesotre</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>schöner&#173;verkehren</title>
		<link>https://lesotre.de/portfolio-item/schoenerverkehren/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Yvonne Hagenbach]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Sep 2021 08:17:40 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Wie kommt eine kleine NGO mit ihrer Botschaft über die „Fahrrad-Bubble“ hinaus?</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://lesotre.de/portfolio-item/schoenerverkehren/">schöner&shy;verkehren</a> erschien zuerst auf <a href="https://lesotre.de">Lesotre</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h5>Ausgangssituation</h5>
<p>Der Verein Changing Cities befand sich in einem Transformationsprozess: Nach dem erfolgreichen Projekt Volksentscheid Fahrrad Berlin, das 2018 im Berliner Mobilitätsgesetz mündete, stand der Verein vor der Frage, ob dies ein Ende oder ein Anfang sein wird? Schnell war klar, dass ein Gesetz allein nichts wert ist, wenn es niemand einfordert und dass Berlin nur der Startschuss für eine neue bundesweite Verkehrswende-Bewegung war. Doch „der Verein hinter dem Volksentscheid“ musste dafür aus dessen Schatten. Und eine aktivistische Bewegung braucht starke soziale Medien, doch durch die Konzentration auf den Radentscheid hatten diese praktisch keine Reichweite.</p>
<p>Parallel konnte man auf den sozialen Medien ein sich wiederholendes und selbst verstärkendes Muster erkennen: Während der §1 der Straßenverkehrsordnung – die gegenseitige Rücksichtnahme – in verkehrsbezogenen Kommentarspalten viel zitiert ist, wird in vielen Kommentaren klar abgegrenzt und das Fortbewegungsmittel zum Gegenstand der Selbstbeschreibung hochstilisiert. So stoßen DIE Autofahrer*innen auf DIE Radfahrer*innen und DIE Fußgänger*innen und so weiter. Das unpräzise „die“ erschwert jedoch eine Anerkennung anderer Bedürfnisse. Man ist sein Fortbewegungsmittel.</p>
<p>Andere vorangegangene Kampagnen setzten entweder auf ein spezifisches Fortbewegungsmittel oder auf das unspezifische Rücksicht. Doch was ist, wenn dahinter gar keine (boshafte) Absicht, sondern Unwissenheit, ein Mangel an Möglichkeit zur Identifikation verborgen sind? Gibt es blinde Flecken, die jede*r unabhängig vom Fortbewegungsmittel hat? Und wie kommt eine kleine NGO mit ihrer Botschaft über die „Fahrrad-Bubble“ hinaus?</p>
<h5>Projekt</h5>
<p>Die Kommunikationskampagne „Schöner Verkehren“ tritt für die gegenseitige Rücksichtnahme auf der Straße ein und zielt auf alle Verkehrsteilnehmenden. Wir haben in den sozialen Medien recherchiert, bei welchen Konflikten die Gemüter am häufigsten überschäumen und wie jeweils argumentiert wird. Selbstverständlich nehmen die meisten an, dass sie sich selbst völlig korrekt verhalten. Und wenn sie die StVO ausnahmsweise etwas „flexibler“ auslegen, dann gibt es einen triftigen Grund und keine Gefährdung durch das eigene Handeln. Doch genau das ist eine Frage der Perspektive. Diese Perspektive kann man nur haben, wenn man andere fragt. Die Social-Media-Kampagne wurde daher von Anfang an mit Interessen-Vertreter*innen des ACV, der BVG, des Fuß e.V., der Polizei Berlin und des VCD geplant und schlussendlich durchgeführt. Die Kampagne wurde vom <a href="https://www.bmvi.de/" target="_blank" rel="noopener">Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI)</a> aus Mitteln zur Umsetzung des <a href="https://www.bag.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/Foerderprogramme/Radverkehr/Projektuebersicht_Nationaler_Radverkehrsplan.pdf" target="_blank" rel="noopener">Nationalen Radverkehrsplans (NRVP)</a> gefördert.</p>
<div style="width: 1100px;" class="wp-video"><video class="wp-video-shortcode" id="video-540-2" width="1100" height="619" preload="metadata" controls="controls"><source type="video/mp4" src="https://lesotre.de/wp-content/uploads/2022/09/SV_Zahlen_roteampel2.mp4?_=2" /><a href="https://lesotre.de/wp-content/uploads/2022/09/SV_Zahlen_roteampel2.mp4">https://lesotre.de/wp-content/uploads/2022/09/SV_Zahlen_roteampel2.mp4</a></video></div>
<p><em>Sind es wirklich die Radfahrenden, die die häufigsten Rotlichtverstöße begehen? Oder ist bereits die Wahrnehmung gefährbt von Vorurteilen?</em></p>
<h5>Lösung</h5>
<p class="elementor-heading-title elementor-size-default">In 15 kurzen Clips widmen wir uns jeweils einem Fehlverhalten auf der Straße und übertragen es in die Welt eines Schwimmbades. Sie wurden über den Zeitraum eines halben Jahres ausgespielt, zuletzt sogar im Kino. Wir wollten zeigen, dass ein Verhalten, das im Straßenverkehr gängig oder akzeptiert ist, in einem anderen Umfeld als geradezu „asozial“ oder normverletzend erlebt wird. Außerdem sind wir im Schwimmbad etwas gleicher als woanders – und verletzlicher. Das Ziel ist, eine andere Perspektive anzubieten, um für die Belange anderer Verkehrsteilnehmer*innen zu sensibilisieren. Durch die Zusammenarbeit mit anderen Interessenverbänden konnten weit mehr als 550.000 Accounts erreicht werden, außerdem über eine Viertelmillion durch die begleitenden Videos und zudem die Berliner Kinobesucher*innen der Yorck-Kinos im Sommer 2021. Zu den meisten Themen gab es viele Diskussionen und – das ergab die wissenschaftliche Evaluation – tatsächliche Änderungen in der Wahrnehmung dieser Konflikte.</p>
<div style="width: 1100px;" class="wp-video"><video class="wp-video-shortcode" id="video-540-3" width="1100" height="619" preload="metadata" controls="controls"><source type="video/mp4" src="https://lesotre.de/wp-content/uploads/2022/09/CNC002_ZweiteReihe.mp4?_=3" /><a href="https://lesotre.de/wp-content/uploads/2022/09/CNC002_ZweiteReihe.mp4">https://lesotre.de/wp-content/uploads/2022/09/CNC002_ZweiteReihe.mp4</a></video></div>
<p><em>Kampagnen-Spot „Zweite-Reihe-Parken“ ➞ <a href="https://youtu.be/C0HV9yyS8mw" target="_blank" rel="noopener">YouTube</a></em></p>
<p>Der geplante Start für die Kampagne war Frühling 2020 – genau, als Corona alles beherrschte. Ein oder zwei Monate schieben ist kein Problem, aber schnell war klar, dass es sich nicht um einen solchen zeitlichen Rahmen handelt. Ein geplanter Auftakt mit einer Pressekonferenz und einer Aktion der Schauspieler*innen des Spots war damit passee. Was tun, wenn analog und zufällig völlig ausfällt? Wir haben eine Ordnungswidrigkeit gewählt, die besonders Radfahrenden – der eigenen Bubble – vorgeworfen wird. Die Schauspieler*innen Britta Steffenhagen und Martin Clausen haben einen Rotlichtverstoß im Hintergrund eines Gesprächs mit der Pressesprecherin von Changing Cities fingiert. Dieses Video sollte den Auftakt für die Kampagne bilden und ging wie erhofft viral. Jeder Spot wurde mit einem Beitrag aufgearbeitet, der begleitende Zahlen zu Häufigkeiten und tatsächlichen Relationen grafisch darstellte. Trotz des anfänglichen Konflikts war die Kampagne sehr erfolgreich – für die Sache und für Changing Cities, die auf dadurch ein überdurchschnittliches und seitdem ein stabiles Wachstum ihrer Reichweite aufbauen konnten.</p>
<p>Auf der Mitte der Kampagne war weiterhin keine Aktion möglich, die ein direktes Zusammenkommen von vielen Personen ermöglichte. Als ein Interessierter auf das Problem der kurzen Ampelphasen (während genau ein Spot zu diesem Thema in der Pipeline war) auf der Bismarckstraße hinwies, lag die Aktion auf der Hand – der 1. Deutsche Ampelwettlauf. Zusammen mit der Schauspielerin Britta Steffenhagen haben wir einen Sportwettbewerb ausgerufen, der medial oft zitiert wurde und wird.</p>
<div style="width: 324px;" class="wp-video"><video class="wp-video-shortcode" id="video-540-4" width="324" height="576" preload="metadata" controls="controls"><source type="video/mp4" src="https://lesotre.de/wp-content/uploads/2022/09/Britta_Ampel_720_reduced.mp4?_=4" /><a href="https://lesotre.de/wp-content/uploads/2022/09/Britta_Ampel_720_reduced.mp4">https://lesotre.de/wp-content/uploads/2022/09/Britta_Ampel_720_reduced.mp4</a></video></div>
<p><em>Teaser zum Kampagnen-Spot „Ampelphasen“ ➞ <a href="https://youtu.be/4wAh8uVqSBM" target="_blank" rel="noopener">ganzes Aktionsvideo auf YouTube</a></em></p>
<h5>Leistung</h5>
<p>Kampagnenidee-, Organisation und -Durchführung<br />
Inhaltliches und visuelles Konzept<br />
Mitarbeit Treatments und Organisation<br />
Websitegestaltung und -umsetzung, User Experience<br />
Redaktion/Text, Social Media<br />
Vortrag „Out of the bubble – mit Mobilitätsthemen neue Zielgruppen erreichen“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://schönerverkehren.de" target="_blank" rel="noopener">schönerverkehren.de</a><br />
Im Auftrag von: <a href="https://changing-cities.org/" target="_blank" rel="noopener">Changing Cities</a><br />
Fördermittelgeber: <a href="https://www.bag.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/Foerderprogramme/Radverkehr/Projektuebersicht_Nationaler_Radverkehrsplan.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Nationaler Radverkehrsplan 2020</a> (PDF, Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur)<br />
Projektlaufzeit: 2019–2021<br />
Video-Produktion: <a href="https://waald.com" target="_blank" rel="noopener">RAAW/WAALD</a><br />
Illustrationen/Animationen: <a href="https://jakobwerner.design/projects/project-changingcities.html" target="_blank" rel="noopener">Jakob Werner</a><br />
<a href="https://changing-cities.org/kampagnen/schoener-verkehren/" target="_blank" rel="noopener">#schönerverkehren auf changing-cities.org</a><br />
<a href="https://www.youtube.com/playlist?list=PLutIzRsJ-NNrkGLo5RFNnr9veszE-8uKI" target="_blank" rel="noopener">#schönerverkehren auf YouTube</a><br />
<a href="https://twitter.com/CCitiesOrg/status/1270614737886285825" target="_blank" rel="noopener">#schönerverkehren-kickoff auf Twitter</a><br />
<a href="https://schoenerverkehren.de/eine-frage-der-perspektive/" target="_blank" rel="noopener">#schönerverkehren-Evaluation</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://lesotre.de/portfolio-item/schoenerverkehren/">schöner&shy;verkehren</a> erschien zuerst auf <a href="https://lesotre.de">Lesotre</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>adares</title>
		<link>https://lesotre.de/portfolio-item/adares/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Yvonne Hagenbach]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Oct 2020 22:56:44 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://lesotre.de/?post_type=portfolio-item&#038;p=5076</guid>

					<description><![CDATA[<p>Kann eine Kanzlei spannend sein? Ja.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://lesotre.de/portfolio-item/adares/">adares</a> erschien zuerst auf <a href="https://lesotre.de">Lesotre</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h5>Ausgangssituation</h5>
<p>Die komfortabelste aller Situationen: Der Kontakt bestand schon vor der tatsächlichen Gründung – also das weiße Blatt. Zudem hatten die Gründer*innen einen hohen Anspruch an eine tatsächliche Corporate Identity. Von Anfang an war die Zusammenarbeit ausgerichtet auf ein umfassendes Markenkonzept, z.B. mit den Innenarchitekten, bei Patentanwältin*innen möglicherweise auch nicht überraschend. Es war aber auch deshalb besonders wichtig, weil Anwält*innen nur eingeschränkt werben dürfen. Dementsprechend ist die eigene Marke für sie noch bedeutender.</p>
<h5>Lösung</h5>
<p>First Step: der Name. Viele Kanzleien heißen nach ihren Partner*innen, was aber auch regelmäßige Wechsel und dementsprechende Logo- und Designanpassungen nach sich zieht. Die Kanzlei wollte ein stabiles Außenbild. Der Name, den wir gemeinsam entwickelt haben, leitet sich aus dem Lateinischen ab und bedeutet kurz gesagt: von jetzt an (ad) Recht (res). Das Logo ist eine reine Wortmarke, die Schrift aber eigens für sie gezeichnet. Da die Kanzlei ihren Schwerpunkt im Patentrecht hat, haben wir uns die Formulare zum Vorbild genommen und das gesamte Design auf dünne und dicke Linien und Rahmen aufgebaut, in die in den jeweiligen Formularen die Eintragungen vorgenommen werden. Da adares als Rechtsanwaltskanzlei klassische Werbeträger nur sehr eingeschränkt nutzen darf, sind alternative Wege zur Bekanntmachung und Kundenbindung wichtig. Die Kanzlei setzt auf Veranstaltungen, die berühmten Sommerfeste und der alljährliche INTA-Kongress, sowie auf sehr ausgewählte Weihnachtsaussendungen. Print- und Webdesign gehen vollständig Hand in Hand mit der Inneneinrichtung, das Wording im Sinne eines Alphabets bzw. einer Enzyklopädie wird stringent durchgehalten. Immer gilt es, einen Witz oder etwas zu Endeckendes zu verstecken.</p>
<div style="width: 1100px;" class="wp-video"><video class="wp-video-shortcode" id="video-5076-5" width="1100" height="619" preload="metadata" controls="controls"><source type="video/mp4" src="https://lesotre.de/wp-content/uploads/2020/10/adares_Xmas_2006-2021-1.mp4?_=5" /><a href="https://lesotre.de/wp-content/uploads/2020/10/adares_Xmas_2006-2021-1.mp4">https://lesotre.de/wp-content/uploads/2020/10/adares_Xmas_2006-2021-1.mp4</a></video></div>
<h5>Leistung</h5>
<p>Naming<br />
Wording<br />
CI-Beratung- und Begleitung<br />
Inhaltliches und visuelles Konzept<br />
Websitegestaltung und -umsetzung, User Experience<br />
Veranstaltungseinladungen, Weihnachtskarten</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://www.adares.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">adares.de</a><br />
Zusammenarbeit seit: 2005</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://lesotre.de/portfolio-item/adares/">adares</a> erschien zuerst auf <a href="https://lesotre.de">Lesotre</a>.</p>
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