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Ausgangssituation

Kurz vor dem 18. Geburtstag wird ein Wunsch immer drängender und zwar der nach dem Führerschein. Das Fahrrad als solches gewinnt erst wieder im fortgeschrittenen Erwachsenenalter an Bedeutung, weil noch immer das Auto als Statussymbol angesehen wird und auch weil durch den Führerschein der Zugang schwieriger ist. Fahrradfahren darf jede*r und Fahrräder gibt es in allen Preisklassen – niedrigschwellige Angebote haben erst einmal keinen hohen Status. Menschen, für die das Fahrrad mehr als ein Alltagsgegenstand ist, investieren in ihr Rad. Somit ergibt sich aus dem persönlich richtigen Fahrrad auch ein Statement. Dieses Potential muss vermittelt werden: Hab nicht einfach nur ein Rad, sondern hab DEIN Rad.

Projekt

Das Projektteam Carolin Kruse, Antje Merschel und Yvonne Hagenbach von team red  konzipierten Fahrrad-Projektwochen für 9. und 10. Klassen. Neben theoretischen Inhalten zu Sicherheit, Klimaschutz und gesellschaftlichem Nutzen, sind Gäste eingeladen, die über ihre Bewegungen oder Unternehmen im Radverkehr berichten und mit den Schüler*innen diskutieren. Herzstück des Projekts ist die praktische Nutzung. Hierfür haben etliche Hersteller oder Vertreiber ihre Fahrräder zur Verfügung gestellt, darunter auch Lastenräder, Falträder oder High-Class-Fahrräder. Bei gemeinsamen Radtouren und den alltäglichen Wegen konnten die Räder getestet werden – die gemeinschaftlich zurückgelegten Kilometer der Klasse wurden per Bike Citizen-App in eine Karte ausgegeben, die als Heatmap die Frequenz der vielgenutzten Wege darstellt. Diese Projektwochen werden in demographisch verschiedenen Regionen durchgeführt, um abschließend Rückschlüsse ziehen zu können, was die Attraktivität des Radverkehrs in den jungen Nutzer*innengruppen befördern kann.

Lösung

StatusRad löst sich komplett von dem Fahrrad als Symbol. Stattdessen wird der Superman/-women-Shape ins Flat Design übersetzt und als Basis genutzt. Die Form entspringt wiederum der Silhouette eines Diamanten, so dass Assoziationen wie „Held“ oder „teuer“ entstehen. Das Pferd wird sozusagen von hinten aufgezäumt: der erste Eindruck vermittelt Wertigkeit durch die Einbindung in einen als wertig wahrgenommenen Kontext und das Thema Fahrrad wird erst auf den zweiten Blick damit verknüpft. Durch die Schärpe/das Band erhält das Logo einen Wappencharakter, der sowohl von alten Automarken als auch alten Fahrradmarken genutzt wurde. So werden Tradition und Zukunft verbunden. Die Website wiederum funktioniert weniger wie eine Angebotsseite und mehr wie ein soziales Medium, indem sie wie Instagram-Beiträge in einer Art Timeline sortiert.

Leistung

Inhaltliches und visuelles Konzept
Websitegestaltung und -umsetzung, User Experience
Pressemitteilungen, Wording, Social Media
Gestaltung der (Unterrichts-)Materialien

 

statusrad.bike
In Zusammenarbeit mit: team red Deutschland
Fördermittelgeber: Nationaler Radverkehrsplan 2020 (Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur)
Projektlaufzeit: 2019–2021
Fotos: Kristoffer Schwetje